Kanzlei Klietsch | Rechtsanwalt Nicolas Klietsch | Fachanwalt für Versicherungsrecht, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
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Kapitalmarktrecht

Fühlen Sie sich von Ihrer Anlageberatung falsch aufgeklärt? Wurde Ihnen eine für Sie unpassende Anlage empfohlen? Würden Sie eine daraufhin getätigte Anlage am liebsten wieder rückgängig machen?

Die Folgen einer bewußt eingegangenen und dann fehlgeschlagenen Spekulation müssen Sie tragen. Wurde Ihnen eine Anlage hingegen falsch dargestellt, z.B. als „sichere Anlage ohne Verlustrisiken“, ist das haftungsbegründend. Sie können dann die Rückabwicklung zum gezahlten Kaufpreis verlangen. Gleiches gilt für eine ungeeignete Empfehlung, etwa Aktien zur Altersversorgung oder eine Abweichung vom vorgegebenen Anlegerprofil.

Mein Profil: Erfolg versprechend ist das Abstellen auf die individuelle Beratung. Falsche Aufklärungen im Prospekt werden -abgesehen von wenigen, spektakulären und dann auch bekannten Fällen- eher selten zur Verurteilung führen. Eine solche Argumentation ermöglicht es freilich dem Anwalt, eine Vielzahl von Klagen mit der gleichen Begründung zu versehen. Von mir werden sie als Gesellschafter eines geschlossenen Fonds nicht ungefragt schlecht getarnten Werbebriefe erhalten, die ein Vorgehen gegen ein bestimmtes Anlageprodukt für alle Anleger als Erfolg versprechend anpreisen. Diese Fälle sind, wie gesagt, ausgesprochen selten.

Der Berater hat darüber hinaus Interessenwidersprüche zu vermeiden und muss deshalb über die Vorteile, die er vom Emittenten oder Initiator der Anlage bezieht, aufklären (sog. Kickbacks). Prospekte müssen im Zweifel vor der Kaufentscheidung angeboten werden.

Insbesondere bei sog. „Schrottimmobilienfällen“ und auch bei dem Vertrieb bestimmter geschlossener Fonds sind die Vermittler nicht mehr greifbar oder von zweifelhafter Bonität. Ist in solchen Fällen eine finanzierende Bank involviert fragt sich, ob diese nicht wegen fehlerhafter Aufklärung über das Kreditmittelverwendungsrisiko haftbar gemacht werden kann. Hier ist in den letzten Jahren viel in Bewegung gekommen.

Rechtschutzversicherer versuchen in letzter Zeit, dieses Risiko auszuschließen. Die Rechtschutzfrage ist für Ihr Prozessrisko entscheidend. Auch diese Fragen werden von RA Klietsch im Rahmen der Erstberatung erörtert.

Aktuelles / Wichtiges

Ausschlussklausel in der Rechtschutzversicherung für Kapitalanlagefälle ist unwirksam (BGH VersR 2013, 995= IV ZR 84/12 vom 08.05.2013).

Wirtschaftsprüfer haften bei WGB Leipzig West für Zeichnungen im Jahr 2005 (BGH III ZR 139/12).

Notare haften für Schrottimmobilienschäden, wenn sie die 14 Tagefrist zwischen Kenntnis vom Vertrag und Beurkundung nicht eingehalten haben (BGH III ZR 121/12).